Jedes Jahr werden bei einer Umfrage viele Menschen befragt, in welcher Stadt sie am liebsten leben wollen. Städte, die als besonders lebenswert beurteilt werden, sind zum Beispiel Kopenhagen, Zürich, Wien und Berlin. Die meisten Menschen möchten nämlich in einer Stadt leben, in der sie ihre Alltagsziele schnell erreichen können, ohne dass sie dafür ein Auto benötigen.

Warum sind Städte, in denen man viele Ziele ohne eigenes Auto erreichen kann, eigentlich besonders lebenswert? Weniger Autos bedeutet:

  • weniger Verkehrschaos und Staus
  • weniger Unfälle
  • saubere Luft und saubere Umwelt
  • Mit Fahrrad und Nahverkehr ist man entspannter unterwegs.
  • Man muss keinen Parkplatz suchen.
  • Wenn man weniger Platz für Autos braucht, also weniger Parkplätze und nicht so breite Straßen, bleibt mehr Platz für alles andere.
Fußgängerzone mit hoher Aufenthaltsqualität in Wien. Foto: Gugerell / Wikimedia Commons / CC-0.
Mobilstation in Hamburg mit Fahrradverleih und Car-Sharing. Foto: Björn Ruhkieck / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0.
“Supergrätzl” – verkehrsberuhigtes Stadtviertel in Wien. Foto: privat.
Fahrradweg mit Fahrradbrücke in Kopenhagen. Foto: Orf3us / Wikimedia Commons / CC BY 3.0.

In Kopenhagen gilt das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel. Hier fahren sogar mehr Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit als mit dem Auto. Kopenhagen ist weltweit bekannt für seine vorbildliche Fahrradinfrastruktur. Das bedeutet:

  • breite Radwege
  • Radschnellstraßen
  • Fahrradbrücken
  • Die Ampelschaltungen sind auf die Geschwindigkeit von Radfahrenden eingestellt. Wenn Autos schneller unterwegs sind als der Radverkehr, müssen sie an der Ampel warten.

Auch in Zürich, Wien und Berlin fahren inzwischen sehr viele Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit, weil es eine gute Fahrradinfrastruktur gibt.

Berlin steht sogar an der Spitze des weltweiten Mobilitätsindex. Hier ist der Nahverkehr (ÖPNV) besonders vorbildlich. Man kann alle Ziele sehr gut mit Bus, Straßenbahn, S-Bahn und U-Bahn erreichen. Aus den folgenden Gründen nutzen in Berlin viele Menschen den Nahverkehr:

  • Es gibt viele Haltestellen (dichtes Haltestellennetz).
  • Die Ticketpreise sind günstig.
  • Verschiedene Möglichkeiten, ohne eigenes Auto mobil zu sein, sind gut aufeinander abgestimmt (z.B. Leihfahrräder an U‑Bahn‑Stationen).
Netzplan der S- und U-Bahn Berlin. Quelle: Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.
Mobilitätsstation am Bahnhof Berlin Südkreuz mit Fahrradverleih. Foto: SupapleX / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0.

Für die Sachtexte wurden folgende Quellen verwendet: